Vognsboelparkens Marathon (27.01.2018)

Marathon Nr. 48 für den Quentsch im nördlichem Nachbarland

Klaus, Andreas und Arne vor dem Start

der Weg führt an einem See entlang

viel Betrieb auf den schmalen Sandwegen

Blick auf das Läuferfeld

Andreas am Ende der ersten Runde noch kurz hinter dem Quentsch

die letzte kleine Brücke ca. 600 Meter vor dem Rundenende

gleich sieben Frauen schießen am Quentsch vorbei

neben der Laufstrecke

Verpflegungsaufnahme

Klaus Bangert und der Quentsch hatten am 21.10.2017 zum ersten Mal am Vognsboelparkens Marathon in der Hafenstadt Esbjerg an der dänischen Westküste teilgenommen (ca. 300 km von Hamburg). Da den beiden 100 MC Läufern die kleine Veranstaltung, die durchaus mit dem Konzept der 100 MC Läufen um den Öjendorfer See  verglichen werden kann, sehr gut gefallen hatte, wurde sich frühzeitig zur Veranstaltung am 27.01.2018 angemeldet. Mit dem neuen 100 MC Mitglied Andreas Leffler schloss sich ein dritter Läufer der Fahrgemeinschaft an.

Getroffen wurde sich diesmal nicht an der Kaltenkirchener HolstenTherme um 6 Uhr, sondern direkt beim Quentsch, da dieser am Vortag eine Schraube im Hinterrad seines Autos entdeckt hatte. Beim Wackeln an dieser Schraube entwich Luft aus dem Reifen. Also bestand die große Gefahr von einem Plattfuß auf dem Weg zum eigentlich vorgesehenen Treffpunkt HolstenTherme.

Nach ca. 3 Stunden von Kaltenkirchen erreichten die drei Langstreckenläufer den Veranstaltungsparkplatz an einem großen Park mitten in Esbjerg. 100 DKK (ca. 14 Euro) Startgeld kostete der Lauf und um 10 Uhr starteten ca. 30 Marathonläufer und zahlreiche Halbmarathonläufer. Ein weiterer Halbmarathonlauf wurde um 12 Uhr gestartet. Dieses zwei Start Konzept wurde anscheinend nur durchgeführt, da eine Helferin der Veranstaltung an diesem Tag ihren 100. Halbmarathon lief. In Dänemark gibt es ja auch einen 100 Halbmarathon Club, neben dem 100 Marathon Club. Die Veranstaltung war mit insgesamt 150 Anmeldungen vorzeitig ausgebucht und für die Marathonläufer gibt es (eigentlich) ein Zeitlimit von 5,5 Stunden. Es müssen in Esbjerg sechs Runden mit je ca. 7 km gelaufen werden und die Laufstrecke bietet  einige Höhenmeter mit vielen Abknickungen und Kurven. Die Temperatur lag am 27.01.2018 bei 5 Grad und es blieb bei bedecktem Himmel (bis auf ganz wenige Tropfen) bei dieser Veranstaltung trocken. Beim Start um 10 Uhr war es noch fast windstill, im Laufe der Veranstaltung nahm die Windgeschwindigkeit allerdings deutlich zu.

Der Quentsch wollte seinen 48. Marathon in Dänemark eigentlich schon eine Woche vorher am 21.01.2018 in Vejle laufen, bekam dann aber einen Tag vorher einen Art Hexenschuss und konnte somit unmöglich in Vejle starten. Die ganze Woche trat trotz Salben, Spritzen und Einnahme von Tabletten kaum eine wirkliche Besserung ein. Freitagmittag noch ein Arztbesuch und nach einigen Einrenkungsaktionen und einer Spritze meinte der Arzt zu der Frage von der Teilnahme an einem Marathonlauf am nächsten Tag: „Einfach an der Start gehen und schauen was während des Laufes passiert, notfalls aufgeben“.  Da der Quentsch aber noch nie bei einer seiner bisher 480. Sportveranstaltung (Laufen/Triathlon/Duathlon) aufgegeben hatte, beschloss er mit der Fahrgemeinschaft nach Esbjerg zu fahren und notfalls dann dort doch nicht anzutreten. In Esbjerg hatte der Quentsch dann aber nach einigen Dehnübungen ein gutes Körpergefühl und startete.

Die erste Runde (41:12 Minuten) mit zahlreichen Fotopausen lief überraschend gut für den Quentsch, aber das ständige Stoppen und Beschleunigen kostete doch viel Kraft. Die zweite Runde wurde mit 38:47 Minuten schneller und in Runde 3 wurde das Tempo noch einmal ein wenig erhöht und das rächte sich knapp 1 km vor dem Rundenende. Plötzlich fing die Muskulatur im rechten Bein an Probleme zu machen. Also erst einmal ein paar 100 Meter gehen und dann langsam weiterlaufen, um das Rundenende nach 41:29 Minuten zu erreichen. Die Halbmarathonzeit lag somit bei 2:01:29 Stunden für den Quentsch. War Runde vier mit einer Zeit von 43:15 Minuten noch ganz OK, so wurden die Runden nur 5 (49:31 Minuten) und 6 (53:35 Minuten) durch zahlreiche Gehpausen richtig langsam. Mit einer Endzeit von 4:27:52 Stunden überquerte der Kaltenkirchener dann die Ziellinie. Nur wenige Minuten vorher war Andreas Leffler aus Kaltenkirchen, bei dem es an dem Tag gar nicht lief, in seine letzte Runde gegangen und hatte somit eine Quentsch Überrundung gerade noch verhindert. Nach 5:14:41 Stunden überlief er an diesem Tag als letzter Aktiver die Ziellinie. Klaus Bangert aus Bargfeld-Stegen konnte nach 4:40:32 Minuten das Laufen einstellen und hatte auf den letzten beiden Runden den Abstand auf den Quentsch noch um ein paar Minuten reduziert.

Fazit:
Es war wieder ein schönes Marathonerlebnis, allerdings auch ein richtig anstrengendes (für die drei Deutschen). Von den erzielten Zeiten kann man diese Veranstaltung sicherlich überhaupt nicht mit den HH-Öjendorfer Läufen vergleichen. Obwohl die Strecke im Vogsnboelpark deutlich anspruchsvoller als die Öjendorfer Strecke ist, findet man in den Ergebnislisten nur selten Zeiten über der fünf Stunden Marke, denn die dänischen Teilnehmer geben immer richtig Gas. Ansonsten ist das Flair der Veranstaltung extrem sympathisch und so werden einem z.B. im Ziel mehrere Suppen und zahlreiche Getränke angeboten. Auch gab es diesmal eine außergewöhnliche Medaille. Eine Ergebnisliste gibt es bei dieser Veranstaltung nicht. Es erscheint eine Urkunde, auf der alle Teilnehmer mit ihren erzielten Laufzeiten präsentiert werden. Das Bild für diese Urkunde wird mit den Teilnehmern der jeweiligen Strecken immer direkt vor dem Start geschossen. Sicherlich wird es nicht unsere letzte Reise nach Esbjerg gewesen sein…

Übrigens hatten sich die Hexenschussprobleme beim Quentsch nach dem Lauf ganz deutlich reduziert, dafür gab es allerdings einen recht starken Muskelkater in den eine Woche vor dem Lauf kaum eingesetzten Beinen.

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AF (Quentsch) Nr. 259 (Nr. 48 in Dänemark)