Hamburg Marathon (29.04.2018)

der große Hamburg Marathon fand am 29.04.2018 zum 33. Mal statt

die Pacemaker 5:00 Stunden

Hans-Jürgen (5:38 Std.), Sabine (5:51) und Thomas (4:47 Std.) werden einige Kilometer mit den 5:00 Stunden Pacemaker laufen, dann trennen sich die Wege

Becher, Becher, Becher

und immer weiter ...

Stimmung an der Strecke

und wieder Stimmung

Elke (rechts) und Pauline (5257) haben etwas den Anschluss an die 5 Stunden Pacemakerin Jennifer verloren. Quentsch versucht sie wieder ranzubringen ... wird am Ende aber nicht klappen!

einfach nur die Wahrheit

Im Ziel! 5x sub 5 Stunden geschafft!!! Arne (4:58:34 Std.), Carol (4:56:31 Std.), Lydie aus Luxenburg (4:56:33 Std.), Jennifer (4:58:35 Std.) und Melanie (4:58:42 Std.)

der Quentsch hat das Tempo noch einmal erhöht, nachdem er Pauline bei km 40,1 verlassen hatte, um an Pacemakerin Jennifer wieder ranzukommen

die 5 Stunden Pacemaker beenden Hand in Hand den Arbeitstag

1987 lief der Quentsch seinen ersten Lauf über die 42,195 km Distanz und erreichte nach 3:35 Stunden das Ziel vom Hamburg Marathon. Von 1987 bis 2012 hatte der Quentsch insgesamt 19 der großen Hamburg Marathons in die Statistik gebracht, dann hatte er sich bei dieser Großveranstaltung nicht mehr angemeldet. Auch für das Jahr 2018 hatte der Quentsch sich nicht angemeldet, was er allerdings drei Wochen vor der Veranstaltung etwas bedauerte. Zwei Wochen vor dem Event kam dann ein Anruf, ob der Quentsch nicht Lust hat beim Hamburg Marathon einen fünf Stunden Pacemaker zu machen, da es einen Ausfall gibt. Von drei bis fünf Stunden schickt der Veranstalter alle 15 Minuten zwei Pacemaker auf die Strecke. Hinter diese Pacemaker können sich dann Teilnehmer hängen, die diese Zeit z.B. ohne viel Rechnen erreichen wollen und die vielleicht nicht die nötige Erfahrung haben. Sie müssen aber aus dem identischen Startblock und neben den Pacemaker starten, denn sonst gibt es natürlich eventuell  Zeitunterschiede, da die Pacemaker ihre Uhren erst mit dem Überqueren der Startmatte aktivieren und nicht mit dem Startschuss.

Natürlich hat der Quentsch als fünf Stunden Tempomacher sofort zugesagt und bekam damit auch einen Freistart (zu dem Zeitpunkt immerhin 100 Euro Startgebühr!) und wurde mit Laufhose und Laufshirt eingekleidet. Außerdem wurde er mit Bild und Text auf der Hamburg Marathon Homepage vorgestellt. Zusammen mit der noch recht unerfahrenen Jennifer aus Hamburg, die erst seit 2014 läuft (bisher zwei Marathonläufe/Bestzeit 4:42 Std.) sollten die 42,195 km in knapp fünf Stunden unter die Laufschuhe genommen werden. Beim Abholen der Ballons in Messehalle B5 um 8 Uhr am Starttag fielen aber die ersten Probleme auf: Die Zeitaufschrift war eigentlich auf den Ballons viel zu schwach (die Werbung viel deutlicher zu erkennen) und die Bänder viel zu lang. OK, die Bandlänge wurden vor dem Start noch ein ganzes Stück reduziert, an der Aufschrift ließ sich nichts mehr machen.

Zusammen mit Jennifer startete der Quentsch aus dem Startblock N, gleichzeitig auch der letzte Startblock. Schon vor dem Start versammelten sich ein paar Teilnehmer, die es unter 5 Stunden schaffen wollten, um die beiden Pacemaker. Knapp 13 Minuten nach dem Startschuss überlief der Startblock N die Startlinie und nun hieß es jeden Kilometer in knapp sieben Minuten abzuspulen, um sich erst einmal bis zur Hälfte einen kleinen Zeitpuffer zu erspielen. Die 21,1 km Marke wurde nach 2:26:48 Minuten (Schnitt 6:57 Minuten pro km) erreicht. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits einige Langstreckenläufer zurückgeblieben, die das Vorhaben sub 5 Stunden frühzeitig zu den Akten legen konnten.

Das Pacemakerteam spulte die Kilometer runter und lange Zeit hielten noch einige Teilnehmer gut mit und es wurden zahlreiche Läufer überholt, die an diesem traumhaften Apriltag  (sonnige 13 bis 18 Grad und fast windstill) frühzeitig das Tempo rausnehmen mussten. Ab ca. km 35 fielen dann weitere Aktive der Pacemakergruppe zurück, die das recht konstante Tempo nicht mehr ganz folgen konnten. Für zwei Frauen waren die Pacemaker anscheinend zu langsam und sie beschleunigten etwas und setzten sich leicht ab und hatten dann im Ziel knapp 300 Meter Vorsprung. Während Jennifer jeden Kilometer sehr konstant abspulte, versuchte der vom Lauftempo und Erfahrung sicherlich deutlich flexiblere Quentsch leicht abfallende Aktive wieder an Jennifer ranzuführen.

Dies gelang dann aber irgendwann nur noch mit der jungen Pauline, die an diesem Tag ihren ersten Marathon überhaupt lief. Allerdings hatte sie während des Laufes Knieschmerzen bekommen und kam besonders nach Gehpausen an den Getränkeständen nur schwer wieder  auf Tempo und verlor dabei immer etwas an Boden. Also wurde die Taktik mit den Gehpausen vom Quentsch geändert. Pauline lief weiter und der Quentsch organisierte die Getränke und Pauline trank nun ohne zu stoppen.  Bei km 40 zeigte die Uhr vom Quentsch 4:43:33 Stunden an und Pauline und der Quentsch befanden sich nur knapp 100 Meter hinter Pacemakerin Jennifer. Noch fast 16,5 Minuten Zeit für die letzten 2,2 km. Das Unternehmen sub 5 Stunden beim ersten Marathon für Pauline war zum Greifen nah. Doch nur weniger Meter hinter der Kilometermarke 40 blieb Pauline abrupt stehen und fing zu weinen an. Ihre Knieschmerzen hatten nun auch beim Laufen zugenommen und wohl zusammen mit der Erschöpfung ging für einen Moment gar nichts mehr. Sicherlich ein sehr bewegender Moment, den man nicht so schnell vergessen wird. Vom Quentsch gab es noch den Rat, nach Möglichkeit langsam weiter Richtung Ziel zu gehen bzw. zu laufen. Pauline überlief später nach 5:04:23 Stunden die Ziellinie.

Der Kaltenkirchener nahm wieder Tempo auf und schloss schnell zu Pacemaker Jennifer auf, an deren Seite nur noch eine Melanie lief, die auch unbedingt eine sub 5 Stunden Zeit erreichen wollte. Hand in Hand liefen Pacemaker Jennifer und der Quentsch dann nach 4:58:34 Stunden über die Ziellinie des Hamburg Marathons. Also knapp unter 5 Stunden – das vorgegebene Ziel erreicht. Erste Hälfte in 2:26:48 Stunden, zweite Hälfte in 2:31:46 Stunden. Der leichte Abfall auf der zweiten Streckenhälfte kam besonders, da mehr Zeit an den Getränkeständen verloren ging, um mehr Flüssigkeit aufzunehmen.

Fazit:
Der 20. Hamburg Marathon wanderte in die Quentsch Statistik. Zum ersten Mal ging es nicht um eine schnelle persönliche Endzeit, sondern um ein relativ konstantes Durchlaufen der Strecke und etwas Unterstützung von einigen Marathonneulingen. Es waren schon tolle Momente, als sich Teilnehmer bei den Tempomachern im Ziel bedankten und Fotos mit ihnen machten. Der Quentsch blieb noch länger als Jennifer im Zielbereich und es kamen viele Läufer und Läuferin ins Ziel, die das Tempo der Pacemaker am Anfang mitgegangen waren, im Ziel aber deutlich später auftauchten. Auch viele dieser Teilnehmer sprachen sehr positiv über den Arbeitstag der Pacemaker. Also ein wirklich tolles Marathonerlebnis in Hamburg! Für den 34. Hamburger Marathon am 28. April 2019 habe ich mich gleich drei Tage nach dem 2018 Lauf angemeldet ...  

Beim Anklicken eines Bildes kann man sich mit der linken Maustaste durch die kompletten hinterlegten Fotos zu diesem Bericht klicken!

Viele weitere Bilder von Hans-Jürgen findet ihr unter dem Link:

2018-04-29 Hamburg Marathon Bilder

AF (Quentsch) Marathon Nr. 267