Blokhus Marathon, DK (02.08.2015)

die Startnummer 68 für den Quentsch bei seinem 40. dänischen Marathonlauf

vor dem Start: der Quentsch und die beiden 4:30 Std. Läufer

schwere Steigung nach 2 Kilometern

und gleich noch eine Steigung als kleine Zugabe

ein Getränkestand

viel Gegenwind am Strand

in der Dünenlandschaft

meine beiden Windbreaker auf den letzten 4,5 km am Strand in Runde zwei

diese Firma sorgte für Getränke im Ziel

und noch eine Medaille

der Quentsch gibt übrigens nicht nur auf der Laufstrecke eine gute Figur ab ... (hohoho)

Am ersten Sonntag im August startete der Quentsch beim Blokhus Marathon an der Jammerbucht in Norddänemark. Für den Kaltenkirchener war es der insgesamt 50. Marathonlauf im Ausland und sein 40. Marathon in Dänemark. Blokhus liegt ca. 500 km von Hamburg entfernt und ist eine der dänischen Touristenhochburgen mit zahlreichen Ferienhäusern in der schönen Dünenlandschaft an der Nordsee. Da eine Nachmeldung für den Marathonlauf nur ca. 4 Euro kostete, wurde sich erst am Vortag vor Ort angemeldet. Insgesamt kostete die 42,195 km Distanz somit 350 DKK (ca. 47 Euro). 15 km nördlich wurde dann auf dem bereits gut bekannten Furreby Campingplatz bei Lökken, der traumhaft direkt hinter den Dünen oberhalb der Nordseeküste liegt, ein Zelt aufgebaut und übernachtet.


In der Nacht regnete es ein wenig, morgens sah das Wetter aber wieder recht gut aus. Allerdings wehte es doch kräftig aus südwestlicher Richtung, nicht so gut für den Lauf, wie es sich später noch herausstellen sollte.

Der Veranstalter bietet neben dem Marathon auch die Distanzen Halbmarathon, 10 km, 5 km und einen Kinderlauf an. Als erstes starteten um 9:30 Uhr die knapp 100 Läufer der 42,195 km Distanz. So ein Läuferfeld auf der 42,195 km Distanz setzt sich in den nördlichen Ländern immer recht zügig in Bewegung und so mussten die Beine vom Quentsch ordentlich arbeiten, um durch ein paar kurze Fotostopps nicht komplett den Anschluss zu verlieren. Der Veranstalter setzte jeweils ein Zeitläuferpärchen ein, die zwischen 3:30 und 4:30 Stunden alle 15 Minuten finishen sollten. Den beiden 4:30 Std. Läufern schloss sich nur ein einziger Läufer an, sie bildeten bereits kurz nach dem Start das Ende des Teilnehmerfeldes. Der Quentsch versuchte in der kleinen Gruppe der 4:15 Zeitläufer mitzulaufen, was nach seiner letzten Marathonzeit von Horneburg (4:48 Stunden) doch etwas gewagt wirkte.

Die Strecke präsentierte sich als recht abwechslungsreich und anspruchsvoll, gleich bei km 2 die härteste Steigung, kurz danach noch eine und dann gab es so einige Pfade in den bewachsenen Dünen, die doch recht wellig waren. Der Quentsch hatte sich mit einer 10 Kilometer Zeit von 56:32 Minuten zu dem Zeitpunkt von der 4:15 Stunden Gruppe etwas abgesetzt und ab km 13 wurde die Strecke dann sehr flach. Zuerst verlief die Laufstrecke Richtung Westen auf einem schmalen unebenen Fußweg ca. 3 Kilometer und erreichte dann genau bei Kilometer 16 km den Strand. Nun ging es auf dem recht harten Sandbelag Richtung Süden nach Blokhus zurück. Das am Anfang gute Wetter war inzwischen gekippt und ein paar Regentropfen fielen. Alles nicht so schlimm, wäre da nicht dieser starke Wind gewesen, den man auf den ersten 16 Kilometern eigentlich überhaupt nicht wahrgenommen hatte. Auf diesen knapp 5 Kilometern am Strand mussten die Teilnehmer wirklich beißen. Nach 2:02:38 Stunden hatte der Quentsch die erste 21,1 km Runde erledigt und nun mussten die identischen 21,1 km noch einmal gelaufen werden.

Ein großer Vorteil zeigte sich aber bereits nach wenigen Kilometern, denn dann erreichte man den sogenannten „Schwanz“ des um 11:30 Uhr gestarteten Halbmarathonfeldes und so wurde die zweite Runde doch recht interessant. Immer wieder tauchten vor einem Halbmarathonläufer auf, an die man sich dann ran kämpfen konnte. Der Quentsch erwischte einen recht guten Tag. Zwar legte er immer wieder in der zweiten Runde kleine Gehpausen ein, war aber für seine Verhältnisse noch relativ zügig unterwegs. Nach der Durchgangszeit bei der Streckenhälfte was das nun angestrebte Ziel eine 4:18 Stundenzeit in seinem 3. Hahn/Weber Spiel zu tilgen und das sah lange recht gut aus.

Bei km 34 kamen aber plötzlich die beiden 4:15 Zeitläufer vorbei und jetzt ging das Rechnen los. Fazit: Kann doch sehr eng werden, sind ja noch 8 km und der Wind am Strand wird einen noch ordentlich quälen. So machte der Quentsch noch einmal Tempo und lag bei der Strandankunft (km 37) noch ein wenig vor den beiden 4:15 Zeitläufern. Nach 500 Metern am Strand wurde die Taktik aber geändert. Die beiden Zeitläufer rankommen lassen und dann im Windschatten dahinter hängen! Diese Taktik hielt aber nur relativ kurz, denn der Quentsch stoppte am nächsten Verpflegungsstand, die beiden Zeitläufer ließen diesen Stand aus. Ihr dadurch entstandener Vorsprung wurde aber zum Glück relativ schnell wieder aufgeholt und nun blieb der Quentsch den kompletten restlichen Strandbereich in ihrem Windschatten. Nachdem er sich ca. 300 Meter vor dem Ziel bei den beiden Zeitläufern noch bedankt hatte, nahm er Tempo raus, wartete noch ein paar Minuten am Anfang der Zielgasse und lief dann nach genau 4:18:39 Stunden bei seinem 224 Marathonlauf ins Ziel. Zwei 42,195 km Läuferinnen huschten übrigens während dieser Wartezeit noch vor dem Quentsch in die Ergebnisliste.

Insgesamt absolvierten 92 Teilnehmer die 42,195 km Distanz beim Blokhus Marathon, hinter dem Quentsch kamen nur noch 10 Läufer (!!!) ins Ziel, obwohl es ein Zeitlimit von immerhin 6 Stunden gab. In der Altersklasse M 50-59 belegte er von den 17 gelisteten Läufern den letzten Platz! Ja, die Dänen sind schon schnelle Jungs!

So musste kleiner Quentsch Sohn Lasse (15 Jahre) die Familienehre retten. Er startete über die 5 km und belegte von 254 Teilnehmern den  vierten Platz. In der gewerteten Altersklasse 0-17 belegte er Platz 1 von 56 Startern.

 

Fazit:

Der Blokhus Marathon bietet eine sehr abwechslungsreiche 21,1 Runde, die in der zweiten Runde besonders durch die dann mitlaufenden Halbmarathonläufer sehr interessant ist. Das nicht so günstige Startgeld von ca. 47 Euro (als Nachmelder) ist allerdings völlig OK, denn auf der 21,1 km Runde steht extrem viel Personal, die Strecke ist super markiert und die Getränkestände sind hervorragend  ausgestattet. Also absolut nichts zu meckern an diesem relativ anspruchsvollen dänischen Laufevent. Ach doch noch etwas: Der Wind hätte aus nördlicher Richtung wehen müssen, dann wäre die Strandpassage doch erheblich schöner gewesen!



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